Wie lange dauert eine Überweisung?

Noch immer gehört es im privaten und geschäftlichen Alltag dazu, dass man immer wieder Summen am Geschäftspartner, den Vermieter oder andere Privatleute überweisen muss. Nicht selten passiert es, dass man den Zahlungstermin vergisst und erst kurz vorher die Überweisung bei der Bank tätigt. Um nicht in Zahlungsverzug zu kommen und mit einer Mahngebühr belangt zu werden, fragen sich viele Bankkunden, wie lange eine Überweisung eigentlich dauert.

 

Gesetzliche Vorgaben sorgen für eine rasche Überweisung

Auch beim Bankwesen gibt es gesetzliche Vorgaben, die von den Geldinstituten einzuhalten sind. Das bürgerliche Gesetzbuch, kurz BGB, § 675s schreibt dazu vor, dass eine Überweisung, die innerhalb des europäischen Wirtschaftsraumes getätigt wird, innerhalb von einem Werktag auf dem anderen Bankkonto gutgeschrieben werden muss. Doch dabei ist zu beachten, dass diese Banküberweisung dann per Onlineauftrag oder am Terminal der entsprechenden Bank aufgegeben wurde. Wird eine Überweisung per Telefonauftrag oder mittels dem Vordruck auf Papier bei der Bank aufgegeben, muss diese Frist nicht vorgegeben werden.
Muss das Geld also möglichst zeitnah zu seinem Empfänger kommen, sollte man möglichst den Auftrag zur Überweisung online aufgegeben werden oder aber am Schalter direkt in einer Filiale der Bank versendet werden.

 

Warum geht es online schneller?

Wer seine Überweisung online tätigt, sorgt dafür bei den Bankangestellten für einen geringeren Aufwand, als wenn diese eine Überweisung in Papierform bearbeiten müssten. Da der Verwaltungsaufwand deutlich geringer ist, muss die Online-Überweisung innerhalb eines Werktages auf dem Konto des Empfängers eintreffen. Wird das Geld per Papierüberweisung aufgegeben, räumt der Gesetzgeber eine Frist von zwei Werktaten ein.

 

Gibt es eine Blitzüberweisung?

Ist es sehr eilig, weil man zum Beispiel eine wichtige Zahlungsfrist vergessen hat, so kann man tatsächlich bei der Hausbank eine sogenannte Blitzüberweisung in Auftrag geben. Das Geld ist in diesem Fall innerhalb von wenigen Stunden auf dem Konto des Empfängers. Allerdings sollte man die Blitzüberweisung nicht leichtfertig tätigen, denn die Banken erheben für den schnellen Service eine Gebühr, die bis zu 25 Euro betragen kann.

 

Die Echtzeitüberweisung ist ebenfalls eine Möglichkeit

Eine Echtzeitüberweisung kann nur online in Auftrag gegeben werden. Im Gegensatz zur Blitzüberweisung verhält sich diese Art der Banküberweisung wie eine Bargeldübergabe. Auch hier werden etwas höhere Gebühren fällig. Bankkunden sollten diese Kosten auf der Homepage der Bank, in ihren Vertragsunterlagen oder auch vor Ort in den Bankfilialen vorfinden.

 

Wie lange dauert eine Überweisung ins Ausland?

Heute kommt es nicht selten vor, dass man etwas im Ausland bestellt und dort eine Rechnung zu begleichen hat. Doch wie schnell funktioniert die Überweisung von einem deutschen Konto zu einem Bankkonto im Ausland? Auch hier gilt die Zahlungsfrist, die sich im europäischen Wirtschaftsraum abspielt. Bei Onlineüberweisungen in das Ausland beträgt die Frist einen Werktag, befindet sich das Zielkonto nicht im europäischen Ausland, unterliegt die Frist keiner gesetzlichen Bestimmung. Wie lange die Auslandsüberweisung dann dauert, hängt von den jeweiligen Banken ab.

 

Wochenende und Feiertage beachten

Alle Fristen werden mit den Werten von Banktagen angegeben, das heißt, die Frist gilt nur dann, wenn es sich um Werktage handelt. Liegt ein Feiertag oder ein Wochenende dazwischen, wird das Geld in der Regel nicht rechtzeitig verbucht. Wer schnell Geld verschicken möchte, sollte dies unbedingt beachten.

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